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Tränkewasserhygiene: So sichern Sie die Wasserqualität und Tiergesundheit

Was ist ein Biofilm?

Die Bildung von Biofilmen in Tränken und Tränkewasserleitungen lässt sich in der Praxis kaum vollständig vermeiden. Bei dem sogenannten Biofilm handelt es sich um eine schleimige Schicht aus Mikroorganismen wie Bakterien und Algen, die in organische Substanzen eingebettet sind und sich an den Innenflächen der Tränkeeinrichtung anlagern.

Aus diesem Biofilm werden kontinuierlich Mikroorganismen in das Tränkewasser freigesetzt. Darunter fallen unter anderem Darmbakterien wie E. coli oder auch andere Umweltkeime wie Salmonellen oder auch Streptokokken. Die Entstehung eines Biofilms bewirkt somit, dass die Mikroorganismen zwangsläufig von den Tieren aufgenommen werden. Hinzu kommt, dass die Keimbelastung insbesondere bei längeren Standzeiten des Wassers oder auch höheren Wassertemperaturen ansteigt.

Biofilme vermeiden und Wasserqualität sichern

Eine konsequente Tränkewasserhygiene ist daher ein wesentlicher Bestandteil des Gesundheitsmanagements. Sie trägt dazu bei, die Wasserqualität nachhaltig zu verbessern, die Wasseraufnahme der Tiere zu fördern und somit die Tiergesundheit positiv zu beeinflussen. Darüber hinaus begünstigt eine gute Wasserhygiene eine stabile Darmflora und kann sich positiv auf Leistungsfähigkeit sowie Fruchtbarkeit der Tiere auswirken.
Um die Bildung von Biofilmen wirksam zu verhindern oder zu reduzieren, können Tränkewasserdesinfektionsmittel eingesetzt werden. Voraussetzung für eine erfolgreiche Desinfektion ist, dass die Oberflächen des gesamten Wasserleitungssystems zuvor gründlich gereinigt wurden. Die Reinigung der Tränken ist bei regelmäßiger und sorgfältiger Pflege mit einer Bürste vergleichsweise einfach. Deutlich anspruchsvoller hingegen ist die Reinigung der Tränkewasserleitungen, da sich Ablagerungen im Inneren der Leitungen nur schwer entfernen lassen.

Reinigung und Desinfektion von Tränkewasserleitungen: Darauf kommt es an

Bei der Desinfektion von Tränkewasserleitungen wird grundsätzlich zwischen einer Grunddesinfektion im leerstehenden Stall und einer kontinuierlichen Tränkewasserdesinfektion im belegten Stall unterschieden.

Die Grunddesinfektion erfolgt mit einer deutlich höheren Konzentration des Desinfektionsmittels. Nach der Einwirkzeit müssen die Leitungen gründlich mit sauberem Wasser nachgespült werden, bevor sie wieder in Betrieb genommen werden.

Die kontinuierliche Tränkewasserdesinfektion arbeitet hingegen mit einer sehr geringen Dosierung und kann daher problemlos während der Belegung des Stalls durchgeführt werden. Bei sachgemäßer Anwendung hat das eingesetzte Desinfektionsmittel keinen negativen Einfluss auf das Trinkverhalten der Tiere.

Für die präzise Dosierung des Desinfektionsmittels in das Leitungssystem eignen sich spezielle Dosierpumpen wie die HQ-Easymix. Sie ermöglicht eine Einstellung in 0,001-%-Schritten und deckt dank ihrer präzisen abgestimmten Elektronik einen besonders großen Dosierbereich zuverlässig und exakt ab.

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